HDR-Test online: Clipping der Lichter, Schwarzpegel und Spitzenhelligkeit prüfen
Ein HDR-Display kann auf Arten versagen, die ein SDR-Bildschirm nie zeigt: Lichter, die oberhalb des Referenzweiß abrupt clippen, Schatten, die zu flachem Schwarz gequetscht werden, und Tone Mapping, das einen Modus auswäscht und den anderen übersättigt. Dieser kostenlose HDR-Test führt im Browser die drei Muster aus, die diese Fehler offenlegen — Clipping-Keil nahe Weiß, Schwarzpegel-Treppe und APL-Helligkeitsfenster.
Was ein HDR-Test prüft
Clipping der Lichter ist der Signaturfehler von HDR. SDR verankert Weiß bei rund 200 Nits; HDR hält darüber Spielraum frei. Der Keil RGB 244-255 prüft den Bereich direkt über dem Referenzweiß: Verschmelzen die oberen Felder zu einem flachen Weiß, verwirft das Panel Highlight-Details. Der Schwarzpegel ist der Spiegelfehler: HDR-Panels erreichen echte Null-Nit-Schwarzwerte, doch aggressives Tone Mapping quetscht die Stufen zwischen RGB 0 und 16 in einen ununterscheidbaren Abgrund. Der umgekehrte Fehler — angehobene, gräuliche Schwarzwerte — ist der klassische Vorwurf des „ausgewaschenen HDR“ und zeigt sich im selben Muster.
APL-Fenster legen das Helligkeitsverhalten unter Last offen. Das ABL eines OLED drosselt die Leuchtkraft, sobald der mittlere Bildpegel steigt: Ein 2-%-Fenster kann mehrfach heller strahlen als der Vollbildweiß-Bildschirm — konstruktiv so vorgesehen, kein Defekt. Mini-LED hält die Helligkeit, blüht aber eventuell um kleine Fenster. Der Vergleich der fünf Fenster verrät Panel-Technologie und echten Spitzen-Spielraum. Feste Punkte auf Weiß sind Pixeldefekte: Nutzen Sie den Totpixel-Test.
So führen Sie den Test durch
Vorbereitung: HDR im Betriebssystem aktivieren (Windows: Einstellungen → System → Anzeige → HDR), Raum abdunkeln, Panel zehn Minuten warmlaufen lassen. Den kompletten Satz zweimal durchlaufen — mit und ohne HDR: Die Unterschiede zwischen den Durchgängen sind das geprüfte Tone Mapping. Am weißen Keil trennt ein gesundes Panel Stufen bis etwa 250; an der Schwarztreppe bleiben Grenzen bis etwa Stufe 4 sichtbar.
Bei den APL-Fenstern zählt die Beziehung, nicht der Absolutwert: Kleines Fenster deutlich heller als Vollweiß = Spitzen-Spielraum (bei OLED normal); Vollweiß deutlich dunkler = ABL; überall gleich hell = vermutlich Mini-LED. Eine gewöhnliche Webseite sendet kein PQ-Signal: Dieser Test prüft das Mapping der Standardpegel im aktuellen Modus — genau die Kette, die falsche Einstellungen oder Treiber brechen. Die SDR-Basis ergänzen Bildschirmtest und Farbkalibrierung.
Häufige Fragen
Was ist ein HDR-Test?+
Eine Mustergruppe, die prüft, wie ein Display HDR-Inhalte verarbeitet: Clipping-Keil (RGB 244-255) für die Lichter, Schwarztreppe (RGB 0-16) für die Schatten und APL-Fenster, die die Spitze bei unterschiedlicher Flächenlast vergleichen. Zusammen entlarven sie Tone-Mapping-Fehler.
Wie teste ich meinen HDR-Monitor online?+
HDR im OS aktivieren, Raum abdunkeln, diese Seite öffnen und F drücken. Drei Modi durchgehen: unterscheidbare Felder am weißen Keil zählen, Trennung der dunkelsten Stufen prüfen, APL-Fenster vergleichen. Einmal mit und einmal ohne HDR — die Differenz ist Ihr Tone Mapping.
Warum sehen alle weißen Felder gleich aus?+
Das ist Clipping: Der Bereich über dem Referenzweiß wird auf dieselbe Maximaleistung gelegt, Details gehen verloren. Häufige Ursachen: aggressives Treiber-Tone-Mapping, falscher HDR-Modus, knappe Bandbreite. GPU-Treiber aktualisieren, das Windows-HDR-Kalibrierungstool ausführen, erneut testen.
Warum ist das kleine weiße Fenster heller als der ganze Bildschirm?+
Das ist ABL — automatische Helligkeitsbegrenzung — und bei OLED gewollt: Kleine Highlights erhalten die volle Spitze (oft 800+ Nits), Vollweiß wird auf 150-300 Nits gedrosselt, um Hitze und Verschleiß zu steuern. Ein Technologie-Kompromiss, kein Defekt. Gleiche Helligkeit überall spricht für Mini-LED.